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"Steigst du als Bauer auf den Traktor, solltest du dir überlegen, ob die Arbeit wirklich nötig ist oder ob du damit mehr Schaden im Boden anrichtest... Meistens müsste man wieder absteigen"
Bernhard Hänni


Vorwort:
Die heutige "moderne" Landwirtschaft mit ihrem gewaltigen Verbrauch an Rohstoffen, Ressourcen, Agrochemie und der daraus resultierenden mehr als fraglichen Qualität der Produkte wird die Menschheit zum Umdenken zwingen...
Unser Anbausystem richtet sich daher nach dem einzigen funktionierenden System: Der Natur.
Trotzdem können wir in der heutigen Zeit nicht einfach im "Urwald" leben. So haben wir unsere Kulturweise über Jahre entwickelt und orientieren uns stark an den Bedürfnissen und Vorgaben der Natur, aber auch an den ökonomischen und ethischen Zielsetzungen.
Wenn man nun diesem Anbausystem einen Namen geben müsste, kommt man aus einer Aufzählung ellenlanger Zusammenhänge nicht mehr heraus...
Kurz und Bündig: Wir vereinen Permakultur, Lebensmittelproduktion, Natur- und Gewässerschutz, wahren Biolandbau sowie die Wirtschaftlichkeit und gesunde Nahrung und.....  da ist sie schon wieder, die Liste :-)

Als zentrale Maschine in unserem Anbausystem steht für die minimale, pfluglose Bodenbearbeitung der Geohobel.
Mit dieser Maschine kann die Erde in wenigen Zentimetern Tiefe mit absoluter Präzision bearbeitet werden.
Erst der Bau dieser Spezialmaschine ermöglichte es uns, das nachfolgend beschriebene Anbausystem in der Praxis umzusetzen.
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Arbeitsschema des Geohobel.

Mit freundlicher Genehmigung:
Michael Rath,  Rath Maschinen, Maria-Rojach, Österreich
www.rath-maschinen.com


Datei

Bericht zum Geohobel und unserem Anbausystem im Landwirt bio (deutschsprachiges Europa)

Datei herunterladen

Einige Bilder aus unserem Anbau:

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Arbeitsergebnis des Geohobel
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Gesunde Kulturen
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Erste Bearbeitung mit aufgebrachtem Kompost (links) und fertiges Pflanzbeet (rechts)
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Abgeerntetes Feld im Herbst
Eingesäte Gründüngung in Ernterückstände ohne Bearbeitung oder nach dem Geohobel
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Gesunde, schmackhafte Salate in grosser Vielfalt
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Atemberaubendes Panorama
Das nennen wir intakte Natur!
Der Salat geniesst den flauen Sommerabend vor prächtiger Kulisse.
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Ach ja:
Einige Kulturen muss man einfach in Ruhe wachsen lassen :-)
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Die wesentlichen Punkte unseres Anbausystems:

Konstante Fahrspuren

damit der zu bepflanzende Boden nicht mehr befahren und verdichtet wird.
Die Fahrspuren werden in Schichtenlinie angelegt. Dies verhindert lange Fliessstrecken für Wasser und verhindert so Erosion wirksam.

Dauerbegrünte Fahrspuren

damit die Fahrspuren tragfähig bleiben und wir auf GPS verzichten können, da die Spuren sichtbar sind.

Pfluglose Minimal-Bodenbearbeitung

zur Erhaltung der Struktur und zum stoppen des Bodenabbaus. Dadurch bleibt das Bodenleben erhalten.
Die Wasseraufnahme, -führung, -speicherung und -verfügbarkeit wird verbessert.


Anbau von Gründüngungen

zur Versorgung mit Nährstoffen und zum Aufschliessen von verschiedenen Bodenschichten, zur Erosionsminderung, zur Nützlingsförderung etc.
Generell werden Mischsaaten verwendet, selten Reinsaaten.
Jedes einzelne Beet wird mindestens einmal jährlich mit einer Gründüngung angepflanzt!

Anbau von Blühstreifen

damit die adulten Nützlinge etwas zum futtern haben...
Bienenweiden sind elementar für den biologischen Gemüsebau.
Wir verwenden verschiedene Mischungen und säen während der Saison mehr als einen Kilometer Blühsteifen zwischen unsere Kulturen!

Integration von Hochstamm-Obstbäumen

Das bildet Mikroklimazonen, erhöht den Gesamtertrag und ist für die Biodiversität unverzichtbar. Selbstverständlich blüht es prächtig unter den Bäumen!

Eigener EM-Kompost

Aus allen unseren Grünabfällen und Gras der Grünflächen stellen wir einen hochwertigen Kompost mit EM effektiven Mikroorganismen her.
Wir führen keine Handels- oder betriebsfremde Hofdünger zu!

Förderung des Bodenlebens

regelmässiger Einsatz von EM- effektive Mikroorganismen fördert und stabilisiert das Gleichgewicht des ganzen Bodenlebens. Zudem treten massiv weniger Pflanzenkrankheiten auf. Sämtliche Aspekte unseres Anbausystems haben zum Ziel den Boden zu schützen...

Keine tierische Düngemittel

Durch den Verzicht auf Düngemittel aus tierischen Schlachtabfällen ergiebt sich eine höhere Boden- und Pflanzengesundheit!
Und die Vegetarier unter unserer Kundschaft dürfte dies ebenso erfreuen...
Übrigens im Biolandbau erlaubt und Gang und Gäbe sind Federmehl, Hornspäne etc!

"Denken Sie ja nicht, dass die üblicherweise im Biolandbau verwendeten Hornspähne sowie Feder- oder Haarmehlpellets von artgerecht gehaltenen und friedlich eingeschlafenen Tieren stammen. Hier fördert der "normale" Biolandbau die zu verachtende Massentierhaltung in fernen Ländern!
Hinschauen lohnt sich"
Bernhard Hänni